Didaktik der Biologie der Universität Würzburg, Fortbildung zum Thema „Conceptual Change im Spannungsfeld fachdidaktischer Forschung und unterrichtlicher Umsetzung“

Am 16. März findet an der Universität Würzburg eine Fortbildung zum Thema „Conceptual Change im Spannungsfeld fachdidaktischer Forschung und unterrichtlicher Umsetzung“ statt. Die Fortbildung richtet sich an Lehrkräfte und Dozierende der Biologie.


Menschen konstruieren ab ihrer Geburt Wissen zu Sachverhalten ihrer Umwelt. Somit haben sie bereits eigene Konzepte und Erklärungsmodelle gebildet, die nur selten mit den geläufigen wissenschaftlichen Erklärungsansätzen übereinstimmen. Zum Beispiel haben viele Grundschüler die Vorstellung, dass die Regenbogenhaut beim menschlichen Auge das Farbensehen ermöglicht. Das didaktische Modell „Conceptual Change“ beschäftigt sich mit der Frage, wie Schülern und Schülerinnen der Wechsel von der Alltags- oder auch Schülervorstellung hin zum wissenschaftlichen Konzept gelingen kann.

An der Uni Würzburg wird an verschiedenen konzeptionellen und methodischen Umsetzungen des „Conceptual Change“ geforscht. Die Fortbildung am 16. März ist eine ganztägige Kooperationsveranstaltung der Universitäten Bayreuth und Würzburg und gliedert sich in einen Theorie- und Praxisteil. Der Vormittagsteil ist für alle Interessierten offen, denn Alltagsvorstellungen finden sich bei der Vermittlung fachwissenschaftlicher Inhalte nicht nur bei Schülern und Schülerinnen, sondern natürlich auch bei Studierenden an der Universität. Vorträge führen zunächst in die Thematik ein, dokumentieren im Überblick den Stand der Forschung und zeigen exemplarisch die Ergebnisse durchgeführter Wirkungsstudien zu den Themen „Herkunft des Honigs“ (HOBOS-Studie von Studienrat Roland Biernacki), „Fotosynthese und Holzbildung“ (Studie von M.Sc. Christine Thorn) sowie „Sehvermögen der Wildkatze“ (Studie von Diplombiologin Sabine Glaab). Der Leiter der Biologiedidaktik der Universität Würzburg Dr. Thomas Heyne wird im Rahmen der „Conceptual Change Theorie“ vor allem auf die Notwendigkeit und Methodik der Konfrontation der Schüler und Schülerinnen mit ihren alternativen Vorstellungen im Biologieunterricht eingehen. Dadurch soll der „Conceptual Change“ besser gelingen. Prof. Dr. Franz X. Bogner, Lehrstuhlinhaber der Biologiedidaktik der Universität Bayreuth, wird über aktuelle Forschungsergebnisse des „Conceptual Change“ referieren.

Der Nachmittagsteil ist zunächst für Lehrkräfte der Biologie reserviert. Den Lehrern werden in Workshops die Interventionen „Wo kommt der Honig her?“ bzw. „Unser Wald?! Natur- und Artenschutz im Ökosystem Wald“ vorgestellt. Die Unterrichtseinheiten bestehen aus Lernstationen, sind schülerzentriert, enthalten authentisches Material und zeigen damit Umsetzungsmöglichkeiten für den Unterricht.

Die Fortbildung findet in der Didaktik der Biologie (Matthias-Lexer Weg 25, 97074 Würzburg) statt und richtet sich an alle Lehrenden und Fachlehrer der Biologie. Lehrkräfte können sich bis 5. März für diese Weiterbildung über den FIBS (M046-0/16/62) anmelden, interessierte Dozierende der Fakultät wenden sich per Mail an Ruth Freudinger (ruth.freudingerdo not copy and be happy@uni-wuerzburgdot or no dot.de).