Wo Honigbienen zu Hause sind

Früher haben die Honig-Bienen in Baum-Höhlen gewohnt. In Laub-Wäldern und Wäldern mit Laub-Bäumen und Nadel-Bäumen. Hete gibt es immer noch wild lebende Honig-Bienen in Deutschland. 2 Wissenschaftler haben in deutschen Wäldern gesucht. Und wild lebende Honig-Bienen gefunden.


Gibt es in Deutschland noch wild lebende Honig-Bienen? Was weiß man über diese Bienen? Wo leben sie? Wo bauen sie ihre Nester? Wie können sie ohne die Hilfe von Menschen überleben?

Wild lebende Honig-Bienen leben wie wilde Tiere.
Ohne die Hilfe von Menschen.
Sie werden nicht von Menschen gefüttert.
Und sie bekommen auch keine Medikamente, wenn sie krank sind.

Nur wenige Menschen wissen, dass es wild lebende Honig-Bienen gibt.
Es gibt nur ganz wenige Informationen über diese Bienen.
Und über Bienen-Bäume.

2 Wissenschaftler wollten das ändern:
Benjamin Rutschmann und Patrick Kohl.
Sie sind Bienen-Forscher vom Bienen-Projekt HOBOS (www.hobos.de)
an der Universität Würzburg.

Die beiden Wissenschaftler haben sich 2 Buchen-Wälder in Deutschland ausgesucht.
Und dort nach wild lebenden Honig-Bienen gesucht.
Im National-Park Hainich in Thüringen.
Und im Biosphären-Reservat Schwäbische Alb.
Das ist ein Wald-Gebiet in Süd-Deutschland.

Der Hainich gehört zu den größten Laub-Wäldern in Mittel-Europa.
Dort gibt es besonders viele Buchen, Ahorn-Bäume und Linden.
Diese Bäume haben sehr viele Blüten.
Dort finden Bienen viel zu fressen: Süßen Nektar. Und Blüten-Pollen.

Im Biosphären-Reservat Schwäbische Alb 
gibt es viele Bäume mit Baum-Höhlen.
Die meisten Baum-Höhlen haben Schwarz-Spechte gebaut.
Schwarz-Spechte sind Vögel.
Sie hacken mit ihrem Schnabel eine Höhle in einen Baum-Stamm.
Und bauen ihr Nest in die Baum-Höhle.

Über Schwarz-Spechte und ihre Baum-Höhlen gibt es gute Informationen.
Zum Beispiel Land-Karten, wo die Bäume mit den Baum-Höhlen eingetragen sind.

Wild lebende Honig-Bienen leben auch in Baum-Höhlen.
Sie suchen sich gerne alte Specht-Höhlen aus.

Alte Specht-Höhlen sind groß genug für ein Bienen-Nest.
Dort können die Bienen genug Honig aufheben.
Damit sie im Winter genug zu fressen haben.
Deshalb sind alte Specht-Höhlen gut für Honig-Bienen.

Die Land-Karten mit den Specht-Höhlen sind wichtig für die Wissenschaftler.
So können sie sehen, wo die Specht-Höhlen sind.
Und heraus-finden, ob dort Bienen wohnen.

Buchen-Wälder: Ein gutes Zuhause für Honig-Bienen

In den 2 Wald-Gebieten haben die Wissenschaftler nach Honig-Bienen gesucht.

Im National-Park Hainich haben sie Futter-Stellen für die Bienen aufgestellt.
Dort haben sie die Bienen beobachtet.
Und geschaut, wo die Bienen hin fliegen.
So haben sie die Bäume mit den Baum-Höhlen gefunden.
Wo die Bienen ihre Nester haben.

Im Biosphären-Reservat Schwäbische Alb haben die Wissenschaftler
die Specht-Höhlen untersucht.
In einigen Specht-Höhlen haben wild lebende Honig-Bienen gewohnt.

Die Untersuchung von den beiden Wissenschaftlern
war in den Jahren 2016 und 2017.
Die Wissenschaftler haben heraus-gefunden:

  • Es gibt noch wild lebende Honig-Bienen in deutschen Wäldern.
  • Die Bienen leben in Baum-Höhlen.
  • Sie leben gerne in Buchen-Wäldern.
  • Sie leben auch mitten im Wald. Nicht nur am Wald-Rand.
  • Die Bienen-Bäume stehen weit auseinander.


Benjamin Rutschmann sagt:
„Buchen-Wälder in ganz Europa können ein Zuhause für wild lebende
Honig-Bienen sein. Weil die Bienen dort genug Bäume für ihre Nester finden. Wir müssen die Bäume mit den Schwarz-Specht-Höhlen schützen. Das hilft dann auch den Bienen.“

„Bis jetzt wissen wir noch nicht viel über die wild lebenden Honig-Bienen.
Wir können noch viel forschen. Und mehr über diese Bienen heraus-finden.“

Patrick Kohl sagt:
„Bis jetzt haben wir uns noch nicht richtig um die wild lebenden Honig-Bienen gekümmert. Und noch nicht viel für ihren Schutz gemacht. Das müssen wir jetzt ändern.“

Das Projekt BEEtrees

Beim Projekt BEEtrees untersuchen wir:

  • Wie leben die wild lebenden Honig-Bienen in Mittel-Europa?

  • Wo gibt es die meisten Honig-Bienen-Völker in Mittel-Europa?
    Wo gibt es nur wenige wild lebende Bienen-Völker?

  • Wie sehen die Nester in den Baum-Höhlen aus?
    Wie leben die Bienen dort?

  • Wie gesund sind die wild lebenden Honig-Bienen in Mittel-Europa?

  • Wie verbreiten sie sich? Werden es immer mehr Bienen-Völker?
    Oder immer weniger? Oder bleibt die Zahl ungefähr gleich?

  • Was passiert mit den Bienen in schweren Zeiten?
    Zum Beispiel bei Hunger und Krankheiten.
    In langen und kalten Wintern.
    In trockenen und heißen Sommern.
    Und bei anderen Gefahren.
    Können die Bienen das überleben?
    Oder sterben dann viele Bienen?


Wir wollen herausfinden:
Wie gut können Honig-Bienen in unseren Wäldern überleben?
Auch ohne die Hilfe und Pflege von Menschen.

Die Bienen-Forschung kostet Geld.
Für das Projekt BEEtrees brauchen wir noch Geld.
Deshalb freuen wir uns über jede Geld-Spende.

Haben Sie im Wald einen Bienen-Baum gesehen?
Oder ein Bienen-Nest gefunden?
Dann melden Sie sich bitte bei uns:

Kontakt
HOBOS (HOneyBee Online Studies)
Projekt-Leiter: Benjamin Rutschmann
Universität Würzburg
Campus NordJosef-Martin-Weg 52
97074 Würzburg Telefon: +49 (0)931 31 82284
E-Mail: Hier klicken 
Internet: Projekt BEEtrees

Kristina Vonend