Neuer Bildband: Die Wege des Honigs

An der großen Felswand hängend erntet Then Mari ein Nest nach dem anderen. Bei der Asiatischen Riesenhonigbiene (Apis dorsata) schließen sich mehrere Völker an einem bestimmten Ort zusammen und attackieren gemeinsam jeden sie bedrohenden Eindringling. Auf der Felswand leben über 65 Völker beieinander. (© Éric Tourneret aus „Die Wege des Honigs“, Verlag E. Ulmer)

Vor kurzem ist der neue Fotoband des bedeutenden Bienenfotografen Éric Tourneret erschienen. Mit Vorworten von Jürgen Tautz und Jean Claude Ameisen.


Der Abenteurer und Bienenfotograf Éric Tourneret schildert mit Sylla de Saint Pierre im neuen Bildband „Die Wege des Honigs“ (Verlag Eugen Ulmer) seine Reiseimpressionen mit atemberaubenden Fotos aus dreiundzwanzig Ländern. Die in zehn Jahren entstandenen Fotografien zeigen ein farbenprächtiges, überwältigendes Bild von menschlichen Kulturen, die seit undenklichen Zeiten mit den Bienen und dem Honig leben: Wie die Honigsammler des Volks der Mbendjélé aus dem Kongo, die 50 Meter hohe Acajoubäume hinaufklettern oder die Adivasi in Indien, die inmitten einer Wolke aus Riesenbienen die Felswände hinabsteigen. Die Nomaden-Imker in Osteuropa und den USA fahren der Spur der Blütenpflanzen nach, um unabhängig von Raum und Jahreszeit zu sein. Zudem gewähren elf Wissenschaftler Einblicke in bisher unbekannte Aspekte dieser genialen Insekten und den Gefahren, denen sie ausgesetzt sind.

Dieses Buch lässt die vielfältige Pracht einer Welt entdecken, die dabei ist, durch Abholzung und Pestizideinsatz von der Erdoberfläche zu verschwinden. Es ist aber auch ein Aufruf dazu, die Regenerationsfähigkeiten der Natur zu bewahren und die Vielfalt der kulturellen Praktiken der Völker zu respektieren. In Frankreich wurde das 2015 veröffentlichte Werk "Les routes du miel" 20.000 Mal verkauft.

Kristina Vonend

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Vorder- und Rückseite des Buches

Vorwort des Buches