Inhalt
Grundlagen
Das Bienenvolk als Lehrmeister
Mit seiner Aussage „Der Gewinn an Honig und Wachs ist nicht der Hauptzweck der Bienenzucht, (…). Der Hauptzweck ist die Befruchtung der Blumen und die Förderung reicher Ernten. Der Staat muss ein stehendes Heer von Bienen haben.“ wurde Christian Conrad Sprengel (1750 – 1816) zu dem modernen Begründer der Blütenbiologie. Er begriff als Erster, welche Funktion Bienen und andere Insekten bei dem Bestäubergeschäft haben. Leider wurde diese Erkenntnis zu seinen Lebzeiten nicht anerkannt. Noch bis ins 19. Jahrhundert ging man von einer Selbstbefruchtung aus (SPÜRGIN (1996)).
Bis heute haben wohl die wenigsten Menschen verstanden, welche Arbeit Honigbienen tagtäglich leisten. Dabei hängt jeder dritte Bissen, den wir zu uns nehmen, direkt oder indirekt von der Bienenbestäubung ab.
Aber nicht nur die überragende biologische Bedeutung der Honigbienen für Ökosysteme und für die Landwirtschaft macht sie zu einem Modellorganismus für die Vermittlung wichtiger Einsichten, sondern auch ihre hochkomplexe Lebensweise eignet sich ideal, um in die Komplexität der Lebensvorgänge und in den Zusammenhang zwischen Umwelt und den Reaktionen der Organismen auf ihre Einflüsse einzuführen.
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